Alleine bleiben ohne Drama: So wird’s für deinen Hund zur absoluten Normalität
Hand aufs Herz: Wir lieben unsere Hunde und am liebsten wären wir 24/7 mit ihnen zusammen. Aber im echten Leben müssen wir halt auch mal ohne Vierbeiner los – sei es zum Einkaufen oder für Termine. Damit dein Hund dabei nicht die Bude zerlegt oder das ganze Viertel zusammenheult, muss er lernen, dass deine Abwesenheit das Langweiligste der Welt ist.
Hier ist mein Fahrplan, wie du das völlig stressfrei und ohne großes Trara aufbaust.
Früh übt sich: Startschuss im Welpenalter
Der wichtigste Rat vorab: Warte nicht, bis es sein muss. Das Training sollte idealerweise schon im Welpenalter beginnen. In dieser Phase lernen die Kleinen extrem schnell, was "normal" ist. Wenn du von Tag eins an (natürlich in ganz kleinen Dosen) etablierst, dass du auch mal kurz weg bist, wird Trennungsangst später gar kein Thema sein.
Die goldene Regel: Ruhe ist der Schlüssel
Der größte Fehler, den viele machen? Eine riesige Party zu feiern, wenn sie nach Hause kommen. Ich weiß, die Freude ist groß, aber wenn du deinen Hund jedes Mal wie einen Rockstar nach einer Welttournee begrüßt, lernt er eins: „Das Alleinebleiben war eine Ausnahmesituation, die jetzt zum Glück vorbei ist!“
Wir wollen aber, dass es zur absoluten Selbstverständlichkeit wird. Keine Hektik, kein exzessives Loben. Dein Hund soll denken: „Ach, der Alte ist wieder da? Cool, ich schlaf weiter.“
Schritt für Schritt zur Gelassenheit
Übung macht den Meister – und Beständigkeit ist alles. Steigere die Dauer ganz langsam, damit dein Hund gar nicht erst in Stress gerät:
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Zimmerwechsel: Geh einfach mal aus dem Raum und schließ die Tür hinter dir.
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Die erste Minute: Bleib nur eine Minute weg. Wenn du zurückkommst, gibt’s vielleicht ein kurzes „Brav“ oder ein kleines Leckerchen, aber bleib dabei völlig entspannt. Keine hohen Quietsch-Stimmen!
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Die Steigerung: Am nächsten Tag machst du zwei Minuten daraus, dann fünf, dann zehn.
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Die Haustür-Challenge: Geh auch mal wirklich zur Haustür raus. Der Hund muss merken: „Mensch, der Alte ist ja wirklich weg.“ Und dann kommst du nach kurzer Zeit wieder rein, als wäre nichts gewesen.
Mozart statt Metallica: Der richtige Sound zum Dösen
Wenn dein Hund mal etwas länger alleine bleiben muss, kannst du ihm die Zeit mit akustischer Unterstützung verschönern. Aber Vorsicht: Die Wahl der Playlist ist entscheidend!
Wissenschaftliche Studien haben gezeigt, dass Musik einen enormen Einfluss auf das Stresslevel von Tieren hat. Klassische Musik, besonders Mozart, strahlt eine unglaubliche Ruhe auf Hunde aus.
Profi-Tipp: Achte auf die Lautstärke! Wir reden hier von sanfter Hintergrundberieselung, nicht von einem Konzertbesuch. Volle Lotte Metallica ist definitiv nicht die Lösung – wir wollen den Hund ja entspannen und nicht zum Headbangen animieren.
Warum weniger oft mehr ist
Gerade bei unseren großen, sportlichen Rassen wie dem Hovawart ist ein kühler Kopf wichtig. Wenn wir das Loben übertreiben, pushen wir den Hund in ein Energielevel, das wir beim Alleinebleiben gar nicht haben wollen. Wir wollen einen entspannten Begleiter, der die Zeit nutzt, um mal ordentlich zu pennen.
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