Müssen Hunde Sachen zerstören?

Zerkautes Spielzeug, zerrissene Schuhe oder pure Reizüberflutung durch eine übervolle Spielzeugkiste im Wohnzimmer? Viele Hundehalter kennen das Chaos. Doch muss ein Hund sein Plüschtier wirklich zerstören? In diesem Beitrag zeige ich dir, warum weniger oft mehr ist. Entdecke, wie du deinen Hund durch gezieltes, gemeinsames Spielen geistig auslastest, statt ihn sich selbst zu überlassen – und so ganz nebenbei eine unerschütterliche Bindung zu ihm aufbaust!

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Hovawart Hünding mit einem Teddy-Bär auf einer Wiese

Warum zerstört mein Hund sein Spielzeug? Gemeinsames Spiel statt Reizüberflutung

Immer wieder sehe ich in den sozialen Medien stolz eingestellte Bilder, wenn der eigene Hund sein Plüschtier, Herrchens Schuhe oder – wie zuletzt – sogar einen kompletten Tunnel vom Agility zerlegt hat.

Da stellt sich mir unweigerlich die Frage: Darf er das, muss er das?

Ich bin mal wieder tief ins Internet abgetaucht und habe etliche Gespräche zu diesem Thema geführt. Im Grunde gibt es zwei Lager: Das eine sagt, „Wenn es dem Hund Spaß macht, soll er es doch kaputt machen“, das andere Lager vertritt die Meinung „Bloß nichts zerstören lassen“.

Die Lektion mit dem alten Turnschuh

Als in den frühen 80er Jahren unser erster Hund einzog, wollte ich ihm einen alten Turnschuh zum Spielen geben. Mein Vater erklärte mir damals einen ganz entscheidenden Satz: Ein Hund kann nicht unterscheiden, was ein „alter“ und was ein „neuer“ Schuh ist. Vielmehr solle ich mich mit dem Hund beschäftigen und mit ihm gemeinsam spielen, dann würde er gar nicht erst auf dumme Gedanken kommen.

Dieser Satz hat sich bei mir tief eingeprägt. Wer meine drei Bücher über die Hunderasse Hovawart gelesen hat, weiß, wie sehr mir das Thema Führung und Struktur am Herzen liegt. Unsere zwei Hovawart-Hündinnen haben – außer im Zahnwechsel – nie etwas kaputt gemacht. Und selbst in der Zeit des Zahnwechsels haben wir ihnen immer ganz gezielt etwas „Weichhartes“ zum Kauen angeboten, damit sie in diesem Moment ihrem natürlichen Drang nachgeben konnten. Somit stehen auf unserer lebenslangen Verlustliste lediglich ein Telefonkabel und ein Tischbein.

Reizüberflutung im Wohnzimmer: Das absolute Chaos

Gelegentlich sieht man in den sozialen Medien auch Foto- oder Videoaufnahmen der Wohnzimmer von Herrchen und Frauchen. Ich kann dir sagen: Ich hätte früher strikten Hausarrest bekommen, wenn mein Kinderzimmer so ausgesehen hätte! Da liegen Unmengen an Hundespielzeug herum, angefangen vom Plüschbär über die quietschende Kuh bis hin zu etlichem Plastikspielzeug Made in China.

Für den Hund bedeutet das die absolute Reizüberflutung, und für uns Menschen ist es schlichtweg Chaos.

Jetzt fragst du dich vielleicht, was bei uns im Wohnzimmer für die Hunde herumliegt? NICHTS! Wenn wir spielen, dann spielen wir gemeinsam, und das Spiel wird auch ganz klar von uns Menschen begonnen und wieder beendet. Das gibt dem Hund Sicherheit und bewahrt den Wert des Spielzeugs.

Warum gemeinsames Spielen alles verändert

In der vergangenen Woche zeigte mir eine Kundin einen zerkauten Hovi-Plüsch aus unserem Online-Shop. Er hätte beim Welpen bzw. Junghund genau drei Monate gehalten. Ich zeigte ihr daraufhin unseren Hovi-Plüsch, der mittlerweile drei Jahre alt ist und noch wie neu aussieht. Danach kam von ihr nichts mehr.

Wir bei hovawart.rocks sind spezialisiert auf große, lange und sportliche Hunderassen. Wir wissen: Ein Hund braucht Beschäftigung. Aber warum muss ich meinem Hund das Spielzeug einfach nur zur freien Verfügung überlassen? An einem Stofftier, das wirklich stabil hergestellt wurde, wird er, wenn er es zur freien Verfügung hat, irgendwann nur noch seine Zähne eingraben und es zerlegen.

Meine Lösung für dich: Nimm das Spielzeug und spiele zusammen mit deinem Hund!

  • Verstecke das Plüschtier unter dem Kissen.
  • Klemm es hinter das Sofa.
  • Verbirg es unter deinem T-Shirt und mach es spannend.

Durch solche kleinen Suchspiele lastest du deinen Hund wunderbar im Kopf aus. Hier reichen ab und zu schon 10 Minuten vollkommen aus, um ihn mental zu befriedigen.

Fazit: Bindung durch gemeinsame Aktivität

Wenn wir einen Hovawart (oder jede andere aktive Rasse) nicht körperlich und geistig auslasten, wird er sich seine eigene Beschäftigung suchen und immer wieder auf dumme Gedanken kommen. Gemeinsames Spiel – ob draußen oder drinnen – ist extrem wichtig und baut eine unerschütterliche Beziehung zwischen Mensch und Hund auf. Und damit meine ich nicht, einfach nur stumpf einen Ball wegzubereiten. Wir wollen doch schließlich spielend mit unserem besten Freund durchs Leben gehen.

Also merk dir: Viel Spielzeug hilft nicht viel, aber viel gemeinsames Spiel ist alles.

In diesem Sinne!

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Schreibe uns gerne direkt eine Mail an info@hovawart.rocks. Wir melden uns schnellstmöglich bei dir zurück.

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