Das perfekt passende Hundegeschirr (Teil1)

Zieht dein Hund widerwillig sein Geschirr an oder läuft er irgendwie unrund? Oft liegt es schlichtweg an der falschen Passform! Ein schlecht sitzendes Brustgeschirr schränkt die Bewegungsfreiheit deines sportlichen Hundes extrem ein und kann langfristig sogar zu gesundheitlichen Problemen führen. In unserem neuen Video zeigen wir dir gemeinsam mit Passform-Experte Beat Grossenbacher Schritt für Schritt, wie ein Hundegeschirr richtig an den Körper angepasst wird. Außerdem erklären wir dir ganz genau, worauf du schon beim Kauf unbedingt achten solltest, um teure Fehlkäufe zu vermeiden. Schau rein und finde mit uns die perfekte, druckfreie Lösung für deinen großen Vierbeiner!

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Alexander Laubenthal zum Expertengespräch bei Beat Grossenbacher in der Schweiz mit seiner Hovawart Hündin Aila

Hundegeschirr richtig einstellen: Perfekter Sitz für maximale Bewegungsfreiheit!

Dein Hund ist dein bester Freund und du willst ihm beim Spaziergang oder Training natürlich nur das Beste bieten. Doch für die Gesundheit deines sportlichen Vierbeiners ist die Passform des Hundegeschirrs absolut entscheidend – deshalb zeigen wir dir heute ganz genau, wie du dein Hundegeschirr richtig einstellst!

Wusstest du, dass ein schlecht sitzendes Geschirr mehr als nur unbequem ist? Es kann schmerzhafte Druckstellen verursachen und die natürliche Bewegungsfreiheit deines Hundes massiv einschränken. Gerade bei Rassen, die sich viel und lange bewegen, wie unsere geliebten Hovawarte, müssen Brust und Schulter absolut frei bleiben.

Warum die Passform deines Hundegeschirrs so wichtig ist

Die Bewegungsfreiheit ist für sportliche und große Hunderassen nicht nur eine Frage des Komforts, sondern essenziell für die Gesunderhaltung des gesamten Bewegungsapparates. Ein Geschirr, das zu eng oder an der falschen Stelle sitzt, kann bei jeder Bewegung auf sensible Nervenbahnen, Gelenke und sogar Organe drücken.

Wir bei hovawart.rocks sind auf Hunde spezialisiert, die lange Strecken zurücklegen und hohe Leistungen erbringen müssen. Ein blockiertes Schulterblatt oder ein fixierter Ellbogen verhindern eine saubere Gangart, was langfristig zu ernsthaften orthopädischen Problemen führen kann.

Beat Grossenbacher, der renommierte Experte für Passformen aus der Schweiz, betont immer wieder: Der Hund ist eine „Bewegungsmaschine“. Wenn wir diese Maschine in einen zu engen Gurt zwängen, kann sie ihre Leistung gar nicht entfalten und nimmt auf Dauer Schaden. Unser Anspruch ist daher immer: Das Geschirr muss so locker und weit sein, dass der Hund wirklich völlig frei galoppieren kann!

Experten-Tipps: So sitzt das druckfreie Hundegeschirr perfekt

Wir gehen in unserem Shop und auf dem Blog weit über den normalen Verkauf hinaus – wir beraten dich persönlich und sind immer für dich ansprechbar. Deshalb haben wir uns mit Beat Grossenbacher zusammengesetzt, um dir aus erster Hand zu zeigen, worauf es wirklich ankommt. Wir räumen mit gängigen Mythen auf und zeigen dir, wie du deinem Hund maximalen Komfort schenkst.

Die „Goldene Regel“: Darum ist der Sitz am Brustbein entscheidend

Der erste und wichtigste Schritt bei der Anpassung betrifft den Brustbereich. Der vordere Bügel des Geschirrs muss so sitzen, dass bei Zug die gesamte Kraft optimal verteilt wird.

  • Der Referenzpunkt: Fühle bei deinem Hund das harte Brustbein (Sternum) ganz unten in der Mitte. Das Geschirr muss so eingestellt sein, dass es gerade das Brustbein abdeckt oder maximal einen Zentimeter darüber liegt. Wenn du mit den Fingern unter den Gurt gehst, solltest du das Brustbein als Startpunkt spüren.
  • Wirkung der Zugkraft: Sitzt das Geschirr exakt an dieser Stelle, kommt die Zugkraft bei einem Leinenzug voll auf das stabile Brustbein. Dies ist der unempfindlichste Punkt am Oberkörper des Hundes. Ist der Gurt zu kurz oder sitzt er zu weit oben, drückt der Zug schmerzhaft in den empfindlichen Halsbereich.
  • Wichtig für die Wirbelsäule: Achte darauf, dass das Geschirr am oberen Ende (dort wo die Leine eingehängt wird) leicht nach oben absteht. Das ist kein Fehler, sondern absichtlich so konstruiert, damit die Wirbelsäule des Hundes freigehalten wird und keinerlei Druck darauf lastet.

Freiheit für Ellbogen und Rippen: Die richtige Gurtlänge

Die Länge des Bauchgurtes und des Stegs zwischen den Vorderbeinen entscheidet über die Bewegungsfreiheit der Ellbogen und schützt die Organe.

  • Freie Ellbogen: Die Gurte, die um den Brustkorb verlaufen, dürfen den Ellbogen in der Bewegung niemals berühren oder blockieren. Ein zu kurzes Geschirr lässt die Gurte direkt am Ellbogen scheuern, was für den Hund extrem unangenehm ist.
  • Der Endpunkt des Geschirrs: Der Gurt sollte so weit nach hinten gehen, wie das harte Brustbein reicht. Taste deinen Hund ab, bis der harte Brustkorb in den weichen Bauch übergeht. Das Geschirr sollte bis zu dieser Stelle reichen, aber keinesfalls die ungeschützten "weichen" Rippen oder den weichen Bauch berühren.
  • Verlauf des Gurtes: Der Gurt um den Brustkorb sollte immer leicht schräg nach vorne verlaufen, nicht senkrecht nach oben. Nur so wird gewährleistet, dass die Zugkraft tatsächlich auf das Brustbein gelenkt und nicht in den Halsbereich gezogen wird.

Der "Locker-Sitz"-Mythos: So locker MUSS es sein!

Gerade bei sportlichen Hunden machen viele Halter den Fehler, das Geschirr viel zu straff einzustellen, aus Angst, es könnte verrutschen. Das ist grundfalsch!

  • Die 2- bis 3-Finger-Regel: Als Faustregel solltest du immer mindestens zwei, idealerweise sogar drei Finger bequem unter jeden Gurt schieben können. Merke dir: Es gibt bei einem guten Geschirr kein "zu locker", es gibt in der Regel nur ein "zu eng"!
  • Gewollte Bewegung: Das Geschirr muss sich in der Bewegung mitdrehen und locker auf dem Hund liegen. Wenn du im Galopp einen Seitwärts-Druck ausübst, muss das Geschirr gut und gerne bis zu acht Zentimeter mitgehen können. Nur dann kann sich die Schulter frei bewegen.
  • Achtung bei Polsterung: Auch das am besten gepolsterte Geschirr erzeugt punktuellen Druck, wenn die Gurte darunter zu eng sitzen. Das Material muss sich an den Körper anpassen und den Druck großflächig verteilen können.
  • Schmerzen vermeiden: Häufige Fehler beim An- und Ausziehen

Der beste Sitz nützt nichts, wenn dein Hund das An- oder Ausziehen hasst und eine negative Verknüpfung entsteht. Oft verweigern Hunde das Geschirr, weil es ihnen in der Vergangenheit unsanft über die empfindlichen Ohren gezogen wurde.

  • Die richtige Technik: Wenn du das Geschirr ausziehst, greife es, verdrehe es leicht nach vorne und ziehe es dann sanft und in einem weiten Bogen am Kopf vorbei. So streifst du nicht unangenehm über die Ohren.
  • Eingewöhnung: Hat dein Hund bereits Stress beim Geschirr, ziehe es ihm anfangs nur im Haus für wenige Minuten an, belohne ihn und nimm es wieder ab (ohne Gassi zu gehen). So baust du die negative Verknüpfung Schritt für Schritt ab.

Mehr als nur ein Geschirr: Bessere Kommunikation und Vertrauen

Mit diesen Expertentipps weißt du nun genau, wie du deinem Hund das bestmögliche Tragegefühl bietest. Ein optimal eingestelltes, druckfreies Hundegeschirr schont nicht nur den Bewegungsapparat – ein schmerzfreier Hund ist auch viel aufnahmebereiter für deine Kommunikation.

Dein sportlicher Hund wird es dir danken, wenn er sich endlich völlig frei und unbeschwert bewegen kann!

Du bist dir trotzdem unsicher? Kein Problem! Mach ein kurzes Video oder ein paar Fotos von deinem Hund im Geschirr und melde dich bei uns. Wir schauen uns das an und beraten dich gerne persönlich.

Hier kannst du dir die komplette Video-Anleitung von Beat Grossenbacher noch einmal in Ruhe ansehen:

Du hast Fragen?

Schreibe uns gerne direkt eine Mail an info@hovawart.rocks. Wir melden uns schnellstmöglich bei dir zurück.

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