Niemals den Hund aus Pfützen trinken lassen

Wenn die Temperaturen steigen, kühlen sich unsere Hunde gerne in Pfützen ab oder löschen dort ihren Durst. Doch Vorsicht: In stehenden Gewässern lauern unsichtbare Gefahren! Von gefährlichen Leptospiren und Giardien bis hin zu giftigen Umweltbelastungen wie Öl und Düngemittel – ein einziger Schluck kann schwerwiegende Folgen haben. Erfahre hier, warum bei mir alle Alarmglocken klingeln, wenn Aila eine Pfütze ansteuert, und wie du deinen Hund auf Sommer-Spaziergängen richtig schützt.

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Zwei schwarzmarkene Hovawarte stehen in einer großen, schlammigen Pfütze. Ein orangefarbenes Verbotsschild im Vordergrund symbolisiert die Gefahr.

Gefahr am Wegesrand: Warum dein Hund im Sommer nicht aus Pfützen trinken sollte

Die Tage werden wärmer, die Spaziergänge für unsere Vierbeiner anstrengender. Was liegt denn da näher, als wenn der Hund sich in einer Pfütze am Wegesrand seine Pfoten abkühlen will oder gar mal seinen Durst löschen möchte?

Wenn ich mit meiner Aila unterwegs bin und wir schon einige Kilometer auf der Sohle haben, dann liebt sie es, sich in Pfützen zu stellen. Wenn es besonders warm ist, dann legt sie sich zum Abkühlen auch mal eben komplett hinein – meine kleine Pottsau. Aber bei mir klingeln dann sofort alle Alarmglocken, wenn ich nur eine Pfütze sehe.

Klar, werdet ihr jetzt sagen: Was ist denn schon dabei, wenn der Hund mal eben einen Schluck aus dem stehenden Gewässer nimmt?

Die unsichtbare Gefahr in stehenden Gewässern

Viele Hunde werden geradezu magisch von Pfützen angezogen, doch darin lauern unzählige Krankheitserreger. Und diese Erreger sind nicht nur für unsere Vierbeiner hochgradig ansteckend, sondern teilweise sogar auf uns Menschen übertragbar.

Besonders Leptospiren-Erreger fühlen sich in stehenden Gewässern und Pfützen geradezu heimisch. Bei höheren Außentemperaturen werden Pfützen und stehende Gewässer zu einer regelrechten Brutstätte für Algen, Bakterien, Parasiten und Krankheitserreger – darin vermehren sie sich rasend schnell.

Die Leptospiren werden hauptsächlich durch den Urin von wilden Tieren, Ratten und Mäusen verbreitet. Hat dein Hund sich mit Leptospirose angesteckt, kann dies zu schweren Leber- und Nierenschäden führen.

Anzeichen für eine Leptospirose-Infektion sind:

  • Gelblich verfärbte Schleimhäute
  • Appetitlosigkeit
  • Erbrechen und Durchfall
  • Extrem häufiges Harnabsetzen
  • Gerinnungsstörungen mit Nasenbluten
  • Punktförmige Blutungen in der Haut

Giardien und gefährliche Umweltgifte

Aber wir finden nicht nur Leptospiren in den Pfützen, sondern häufig auch Giardien. Auch hier gilt: Wir Menschen können uns mit Giardien anstecken! Anzeichen für einen Befall beim Hund sind zum Beispiel hartnäckiger Durchfall, Erbrechen sowie ein einhergehender Gewichtsverlust.

Und nicht nur Wildtiere können den Spaß an einem Schluck aus der Pfütze verderben. Auch wir Menschen hinterlassen darin unsere Spuren. Oft findet man in den Pfützen allerhand Schadstoffe: von Öl über Gülle und Düngemittel, Nikotin von achtlos weggeworfenen Zigaretten bis hin zu Streusalz und vielem mehr.

Mein Fazit für heiße Tage

Nehmt bei warmem Wetter – und das nicht erst ab 30 Grad – immer eine Wasserflasche und einen kleinen Napf für euren Liebling mit. Euer Hund weiß nicht, dass er nicht aus Pfützen trinken darf. Also gebt ihm ein klares „NEIN“ und bietet ihm direkt eine saubere Alternative aus eurer Tasche an.

Solltet ihr den Verdacht haben, euer Hund könnte sich nach dem Trinken aus einer Pfütze etwas zugezogen haben, sucht bitte sofort euren Tierarzt auf!

Du hast Fragen?

Schreibe uns gerne direkt eine Mail an info@hovawart.rocks. Wir melden uns schnellstmöglich bei dir zurück.

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